Naturheilpraxis Kirsten Sildatke

Heilpraktikerin in Lemsahl - Mellingstedt

Die Klassische Homöopathie

Klassische Homöopathie - was ist das eigentlich?

Die homöopathische Lehre über die Heilung von Krankheiten wurde von dem deutschen Arzt und Chemiker Friedrich Samuel Hahnemann begründet. Während seiner Arbeit fand er in den Anwendungen und Möglichkeiten der damaligen Medizin keine Befriedigung und seine Unzufriedenheit darüber wuchs zunehmend. Durch eine Reihe von Selbstversuchen kam er zu der Entdeckung, dass Wirkstoffe aus dem Pflanzenbereich (später kamen Mineralien und tierische Wirkstoffe dazu) nach Verabreichung an einen gesunden Menschen, ganz bestimmte Symptome hervorrufen können – und bei der Verabreichung dieser Stoffe an Menschen mit eben diesen Symptomen, der Heilung dienen können. Je genauer die Symptome der Krankheit und die des Arzneimittelbildes übereinstimmen, um so effektiver wird der Heilungsprozess verlaufen.

Die erste Säule der Homöopathie – die Ähnlichkeitsregel

Simila similibus curantur – Gleiches wird durch gleiches geheilt

Dazu ein kleines Beispiel:
Ein häufig wiederkehrender Schnupfen wird mit der Küchenzwiebel (Allium cepa) behandelt. Jeder weiß: Wenn man eine Zwiebel schneidet, beginnen die Augen zu tränen und die Nase fängt an zu laufen. Geht man ins Freie, so bessert sich das schnell. Genau bei dem Schnupfen, der sich im Freien bessert, ist die Behandlung mit Allium cepa erfolgreich.

Die zweite Säule der Homöopathie – Das Arzneimittel

Hierzu gehört die Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen, der über einen bestimmten Zeitraum eine ihm unbekannte Arznei einnimmt. Die dabei auftretenden Beschwerden, körperlicher und geistiger Art, werden genauestens dokumentiert. Hierbei sind alle Beobachtungen wichtig! zum Beispiel:
  • Wann, wo und wie treten die Beschwerden auf?

  • Vorlieben der Ernährung, des Wetters, der Jahreszeit und Geschehnisse des täglichen Lebens der Prüflinge werden beobachtet!
Das Ergebnis ihrer Beobachtungen ist das Arzneimittelbild.

Die dritte Säule der Homöopathie – Potenz und Dosierung

Zu Beginn seiner homöopathischen Arbeit benutzte Hahnemann die Arzneien noch unverdünnt in sehr großen Dosierungen, aber er musste feststellen, dass dieses häufig zu sehr heftigen Reaktionen führte. Um diese Überreaktion zu vermeiden, führte er die Verdünnung (Potenzierung) ein. Mit der Zeit stellte er fest, dass mit zunehmender Potenzierung (Verdünnung) die Arznei in ihrer Wirkung nicht etwa schwächer wurde, sondern im Gegenteil umfassender und tiefgreifender „potenter“ wirkte. (Potenzierung = Steigerung)

Gleichzeitig wurden die unerwünschten, überschießenden Reaktionen schwächer und seltener und traten nur noch in leichter Form auf.

In der klassischen Homöopathie kommen die Mittel bevorzugt in Einzelgaben und hohen Potenzen zur Anwendung.

Ein Grundsatz der klassischen Homöopathie:

Man sollte nie mehrere homöopathische Mittel zusammen verabreichen! Dies würde eher einem „Schrotschuss“ entsprechen und hätte nichts mit der auf den Einzelfall zugeschnittenen Homöopathie zu tun! Hahnemann sagte dazu:
„Es ist Unrecht, durch Vielfaches bewirken zu wollen, was durch Einfaches möglich ist.“

Die Homöopathie versucht den ganzen Menschen zu sehen, das vollständige „ Krankheitsbild“ mit allen Ungleichgewichten, Beschwerden, körperlichen und geistigen Eigenheiten. Dazu gehören auch die Besonderheiten, die wir uns im Laufe unseres Lebens angeeignet haben. Unordnung, Ungleichgewicht, Disharmonie von Körper Geist und Seele sind der Nährboden, auf dem Krankheiten entstehen und sich halten.

Höchstes Ziel jeder Heilung sollte es daher sein, so umfassend wie möglich „Ordnung“ zu schaffen, Ungleichgewichte zu beheben und Harmonie zu erlangen. Gesunden heißt immer Ordnung herstellen – es ist ein „Großreinemachen“. Das gelingt nicht von heut auf morgen, sondern nach und nach, mit Geduld und positiver Einstellung! Wir haben zu sehr das lieben gelernt, was uns schadet: Einen unregelmäßigen Lebensrhythmus mit falscher, überreichlicher Ernährung, eine lebensfeindliche Umwelt, die wir selbst geschaffen haben und an der wir noch immer fleißig arbeiten, einen ständigen Kampf, den wir im Beruf oder mit dem Partner führen, oder eine sorgenvolle, negative Einstellung uns und dem Leben gegenüber.

Voraussetzung für die Behandlung mit Homöopathie ist, dass Sie bereit sind Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und aktiv an Ihrer Gesundung mitarbeiten. Es ist wichtig, dass sie lernen, sich genau und fein zu beobachten. Denn, so verschieden wie die Menschen mit ihren Eigenheiten und Symptomen, so unterschiedlich sind die homöopathischen Arzneimittel.

Therapie

Bei der klassischen homöopathischen Behandlung steht eine ausführliche Anamnese am Anfang meiner Behandlung. Diese kann 1 bis 3 Stunden dauern. Anschließend erfolgt von mir eine Analyse und Bewertung der bestehenden Symptome, die mir Aufschluss über das benötigte Arzneimittel gibt. Nach dieser Ausarbeitung verordne ich das homöopathische Arzneimittel. Nun heißt es abwarten und beobachten.

Die Beobachtung ist besonders wichtig für mich und den Patienten, um den Heilungsverlauf einschätzen zu können. Kleinste Unterschiede und Hinweise können entscheidend für die Arzneimittelgabe sein. Durch regelmäßige Kontrolltermine kann der Heilungsverlauf genau protokolliert und gegebenenfalls durch Änderung der Potenz oder des Arzneimittels beeinflusst werden.

Nach einer homöopathischen Verordnung, kann es zu so genannten Erstreaktionen kommen. Das heißt, dass die bestehenden Symptome sich vorübergehend verstärken können, oder frühere Erkrankungen sich in abgeschwächter Form in einer Art Rückspulung der Krankengeschichte einstellen. Das kann geschehen, wenn der Körper diese Erkrankungen noch nicht vollständig abgeschlossen hat und ist ein Hinweis auf die einsetzende Heilung.